Montag, 23. Februar 2009

Der Kreis schliesst sich

Der kuehle Norden von Laos
Nach der Hektik von Bangkok in Vientiane, der Hauptstadt von Laos, anzukommen war der reinste Segen. Obwohl die Stadt selbst nicht sehr viel zu bieten hat, blieb ich einige Naechte dort, da ich ein paar sehr nette Reisebekanntschaften gemacht habe und Vientiane ein guter Ort ist, um fuer ein paar Tage zu chillen und relaxen. Von Vientiane aus fuhr ich in den Norden des Landes, der mich toal begeistert hat. Dieser ist von stark bewaldeten Bergen, Hochebenen sowie Reis- und Opiumfeldern gepraegt. Entlang des Mekong und Nam Ou kann man das traditionelle Flussleben zahlreicher Minderheitenstaemme beobachten, die nach wie vor mit und von den Fluessen leben. Da das Gelaende oft unwegsam ist und die Strassen in sehr rauhen Zustaenden sind, ist die Gegend von modernen Technologien und Touristenmassen noch groesstenteils verschont und bietet jene Mystik, die der Grund fuer zahlreiche Laos Besuche ist. Zu Fuss und vom Boot aus erkundete ich diese Regionen und lernte abgeschiedene und noch authentische Regionen kennen und nahm extrem viele positive Eindruecke mit.



Der heisse Sueden
Auch der Sueden des Landes ist vom maechtigen Mekong gepraegt. Im Kontrast zum Norden herrscht hier jedoch ein heisses Klima mit einer hohen Luftfeuchtigkeit, mit Ausnahme vom Bolaven Plateau, das fuer seinen Tee- und Kaffeeanbau bekannt ist. Da bei diesen Temperaturen jede Bewegung zu anstrengend ist zog ich es vor, meine letzten Tage der Weltreise auf den 4.000 Islands zu verbringen. Das ist eine Inselgruppe im Mekong nahe der kambodschanischen Grenze, die herrlich zum entspannen und chillen einladen. Dort bewegte ich mich nur zwischen Haengematte, Wasser, Bars & Strandbungalow hin und her ... ein hartes Los :-)! Und dort habe ich auch noch so richtig Sonne getankt, so dass ich nun fuer die kalten Temperaturen und Schneemengen in Oesterreich gewappnet bin.



Land und Leute
Generell war ich von den Laoten und den Landschaften sehr begeistert. Obwohl Laos eines der aermsten Laender weltweit ist, machen die Leute einen zufriedenen Eindruck und haben immer ein Laecheln auf den Lippen. Auffaellig ist wie kinder- und tierlieb die Einheimischen sind. Da die Eltern jedoch stets ihren Pflichten in Haus, Landwirtschaft und Arbeit nachgehen muessen, sind die Kinder von klein an auf sich selbst gestellt und sehr bald selbstaendig und meiner Meinung nach sehr fruehreif. Jedoch gibt es auch ein paar Dinge die negativ auffallen: zum einen ist das Land noch sehr stark kommunistisch gepraegt und die Abhaengigkeit und der Einfluss der Chinesen ist in manchen Regionen sehr stark spuerbar. In den letzten Jahren haben auch immer mehr Besucher die Schoenheit des Landes fuer sich entdeckt und dadurch ist der Tourismus extrem stark und schnell gewachsen. In manchen Orten/Regionen scheinen die Laoten mit dem rasanten Wachstum nicht zurecht zu kommen und verkaufen ihre Kultur und Authentizitaet fuer den Extra-Dollar, was jammerschade ist.

Homeward-bound
Nach 365 Tagen auf Reisen geht es am 26. Februar fuer mich wieder heimwaerts. Obwohl ich mich auf zu Hause freue ist der Gedanke an das "alte Leben" seltsam und eigenartig, da es doch die Rueckkehr in eine ganz andere Welt bedeutet. Ich hoffe jedoch, dass ich einiges von der Unbeschwertheit, Leichtigkeit und Freiheit des Reisens mitnehmen kann und noch lange von den Erfahrungen und Erlebnissen profitieren kann.

In den letzten Tagen haben mich andere Reisende oft gefragt, worauf ich mich am Meisten freue. Neben den Wiedersehen mit Familie und Freunden sind es vorwiegend Kleinigkeiten: ein gutes Schwarzbrot essen, wieder ein grosses Handtuch haben, mich ohne Bedenken auf das WC setzen zu koennen und nicht mehr stets ein wachsames Auge auf meine Wertsachen haben zu muessen.

Ein grossartiges Resuemee von dem round-the-world-trip werde ich an dieser Stelle jedoch nicht schreiben, da gaebe es zu viel zu sagen, das werde ich euch dann lieber persoenlich erzaehlen. Also bleibt mir nur noch zu sagen: bis bald in Oesterreich - ich freu mich schon!

Cornelia


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